Landed Cost berechnen: Grundformel

Eine einfache Grundformel lautet: Landed Cost = Produktpreis + Werkzeug- und Musterkosten + Verpackung + Qualitätskontrolle + Transport + Zoll + Einfuhrumsatzsteuer + Versicherung + Handling + interne Projektkosten.

Je nach Produkt kommen weitere Positionen hinzu, etwa Zertifizierungen, LUCID-/Verpackungsthemen, Lagerung, Nacharbeit, Etikettierung oder Teilabrufe. Entscheidend ist, dass alle Kosten vor der Bestellung sichtbar werden.

Warum reicht der Stückpreis nicht aus?

Ein günstiger Stückpreis kann teuer werden, wenn Fracht, Zoll, Nacharbeit oder Reklamationen fehlen. Zwei Lieferanten lassen sich nur fair vergleichen, wenn beide Angebote auf derselben Kostenbasis stehen.

Beispiel: Lieferant A wirkt pro Stück teurer, liefert aber mit stabilerer Verpackung, klarer Qualitätsprüfung und besser planbarer Fracht. Lieferant B wirkt günstig, verursacht jedoch Nachzahlungen oder Ausschuss. Ohne Landed Cost bleibt dieser Unterschied unsichtbar.

Welche Fehlerquellen treten häufig auf?

Typisch sind fehlende Zolltarifnummern, unklare Incoterms, nicht eingerechnete Prüfkosten oder Lieferantenangebote ohne belastbare DDP-Bestätigung. Auch Verpackung, Ausschussquote und Mindestbestellmengen werden häufig zu spät berücksichtigt.

Branleeay Sourcing nutzt Landed Cost als Entscheidungsgrundlage. So wird nicht der scheinbar billigste Anbieter gewählt, sondern der wirtschaftlich sinnvollste Lieferweg mit nachvollziehbaren Risiken und klarer Marge.